Powerstations gibt es inzwischen wie Sand am Meer. EcoFlow, Bluetti, Jackery, Anker und zahlreiche kleinere Hersteller kämpfen um die Gunst von Campern, Reisenden und allen, die unterwegs unabhängig von einer Steckdose Strom benötigen. Doch eine Marke ist bei mir seit gut einem Jahr auf dem Schirm – der Hersteller bzw. die Marke AFERIY.
AFERIY Powerstation Erfahrungen: P280, P010 & Nano100 im ausführlichen Praxistest
Bei uns spielen Powerstations vor allem beim Camping, auf Reisen, beim Laden unserer E-Bikes, für mein Kameraequipment und sogar bei Arbeiten rund ums Haus und im Garten eine Rolle.
Mittlerweile habe ich gleich drei unterschiedliche Powerstations von AFERIY im Einsatz:
- die große AFERIY P280
- die kompaktere AFERIY P010
- und die kleine AFERIY Nano100
Inhaltsverzeichnis
Alle drei Powerstations könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die P280 mit 2.048 Wh Kapazität und hoher AC-Leistung bei mir teilweise schon eine mobile Steckdose ersetzt, ist die P010 der deutlich handlichere Allrounder für Laptop, Kameras oder E-Bike-Akkus.
Die Nano100 wiederum nehme ich mit, wenn ich eigentlich keine klassische Powerstation mitschleppen möchte, aber trotzdem mehr Energiereserve als bei einer gewöhnlichen kleinen Powerbank brauche.
Nach einigen Monaten der Nutzung meiner Geräte in unterschiedlichen Setups, möchte ich deshalb meine AFERIY Powerstation Erfahrungen zusammenfassen. Dabei soll es ausdrücklich nicht um einen klassischen Labortest gehen. Ich werde euch also nicht erzählen, ob bei einem bestimmten Ausgang unter Laborbedingungen 487 oder 493 Wh nutzbar sind.
Mich interessiert viel mehr: Wie praktisch sind die AFERIY Powerstations im echten Alltag?
Welche nehme ich zum Camping mit dem ID.Buzz oder im Pössl mit? Welche eignet sich zum Laden eines E-Bike-Akkus? Welche nehme ich für Kamera und Laptop? Und brauche ich wirklich immer eine möglichst große Powerstation?
AFERIY Powerstations: Meine drei Modelle im Vergleich
Bevor wir zu meinen Erfahrungen kommen, zunächst eine Übersicht meiner drei Modelle.
Modell | AFERIY P280 | AFERIY P010 | AFERIY Nano100 |
| Kapazität | 2.048 Wh | 512 Wh | 99,2 Wh |
| AC-Ausgangsleistung | bis 2.800 W | bis 800 W | bis 100 W |
| Akkutechnik | LiFePO4 | LiFePO4 | LiFePO4 |
| Gewicht | ca. 21,6 kg | ca. 6,25 kg | ca. 1,1 kg |
| Laden am Stromnetz | ca. 1,5 h | ca. 1,5 h | ca. 1,5 h über USB-C |
| Laden im Auto | ca. 17–18 h bei 120 W | ca. 5 h bei 120 W | etwa 2 h bei bis zu 60 W¹ |
| Solar | ca. 4,5 h mit 500 W | ca. 3–3,5 h mit 200 W | ca. 2 h mit bis zu 100 W |
| Meine Hauptnutzung | Camping, Kühlbox, E-Bike, Garten | Kamera, Laptop, E-Bike | Smartphone, Tablet, Kamera |
| Mobilität | eingeschränkt | gut | sehr gut |
| Meine Einschätzung | Kraftpaket | Allrounder | Reisebegleiter |
| Produktlink | AFERIY P280 | AFERIY P010 | AFERIY Nano100 |
Diese Tabelle zeigt eigentlich schon ganz gut, warum ich überhaupt mehrere Powerstations verwende.
Denn die Frage: „Welche AFERIY Powerstation ist die beste?“ lässt sich meiner Meinung nach gar nicht pauschal beantworten.
Die viel wichtigere Frage lautet: Welche Powerstation passt zu welchem meiner Einsatzzwecke?
Warum ich überhaupt drei Powerstations verwende
Als ich angefangen habe, mich intensiver mit Powerstations zu beschäftigen, hätte ich vermutlich gesagt:
Je größer, desto besser. 2.000 Wh sind schließlich besser als 500 Wh und 500 Wh sind besser als 100 Wh.
Rein technisch stimmt das natürlich. Im Alltag funktioniert diese Rechnung aber nicht unbedingt. Denn Kapazität hat einen Preis – und damit meine ich nicht nur den Kaufpreis. Mehr Akkukapazität bedeutet normalerweise: mehr Gewicht, mehr Platzbedarf und weniger Mobilität.
Meine P280 kann natürlich problemlos mein Smartphone laden. Aber dafür eine Powerstation mit mehr als 20 Kilogramm Gewicht ins Hotelzimmer oder sogar ins Dachzelt zu schleppen, wäre ziemlich unsinnig.
Umgekehrt ist die Nano100 wunderbar kompakt. Beim mehrtägigen Familiencamping unsere Kompressorkühlbox damit versorgen zu wollen, wäre aber genauso unrealistisch.
Deshalb haben sich bei mir inzwischen drei Einsatzklassen herausgebildet:
P280 = viel Energie und viel Leistung
P010 = möglichst guter Kompromiss
Nano100 = möglichst wenig Gewicht
AFERIY P280 Erfahrungen: Das Kraftpaket
Beginnen wir mit der größten Powerstation. Die AFERIY P280 besitzt eine Kapazität von 2.048 Wh und liefert bis zu 2.800 Watt AC-Leistung. Damit sprechen wir nicht mehr über eine größere Powerbank.
Die P280 kann tatsächlich viele Geräte betreiben, die man normalerweise direkt an eine Haushaltssteckdose anschließen würde.
Und genau deshalb ist sie für mich interessant.
2.800 Watt verändern die Nutzung einer Powerstation
Bei kleinen Powerstations muss man sich immer überlegen: Wie viel Leistung benötigt mein Gerät?
Bei der P280 stellt sich diese Frage bei meinen typischen Anwendungen wesentlich seltener. Natürlich gibt es auch Haushaltsgeräte, die mehr als 2.800 Watt benötigen oder kurzfristig extrem hohe Anlaufströme erzeugen. Wo wir gerade beim Thema Anlaufstrom sind, die AFERIY P280 stellt kurzfristig bis zu 3.600 Watt für den Anlaufstrom bereit. Für meine persönlichen Anwendungen ist die Leistung daher bisher mehr als ausreichend.
Ich überlege daher nicht mehr: „Kann ich dieses Gerät an der Powerstation betreiben?“ Sondern eher: „Wie lange möchte ich dieses Gerät betreiben?“
Denn bei einer großen Powerstation wird häufig nicht die maximale Ausgangsleistung, sondern die gespeicherte Energiemenge zum entscheidenden Faktor.
P280 im Garten: Strom dort, wo keine Steckdose ist
Ein Einsatzbereich, den ich anfangs gar nicht als Hauptargument für eine Powerstation gesehen hatte, ist z.B. unser Garten.
Wer ein größeres Grundstück hat, kennt das Problem: Genau dort, wo man gerade Strom benötigt, ist natürlich keine Steckdose.
Man kann jetzt mit einer Kabeltrommel arbeiten. Oder man nimmt einfach die Steckdose mit. Genau so fühlt sich die P280 für mich an. Gerade für kurze Arbeiten an einer Stelle, bin ich mit einer Powerstation deutlich schneller fertig mit meiner Arbeit, als wenn ich erst 20-40 M Stromkabel ausrollen und wieder einrollen muss.
Elektrische Kettensäge mit der Powerstation betreiben
Ein Einsatzgebiet, bei dem ich die hohe Ausgangsleistung der AFERIY P280 besonders praktisch finde, ist die Arbeit mit meiner elektrischen Kettensäge.
Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Akkukettensäge, sondern um eine klassische kabelgebundene 230-Volt-Kettensäge. Normalerweise bedeutet das: Steckdose suchen, Verlängerungskabel beziehungsweise Kabeltrommel ausrollen und darauf achten, dass die Kabellänge bis zum jeweiligen Arbeitsbereich reicht.
Mit der P280 kann ich mir diesen Aufwand sparen. Ich stelle die Powerstation einfach dort im Garten auf, wo ich sie benötige, schließe die elektrische Kettensäge direkt an eine der 230-Volt-Steckdosen an und kann loslegen.
Gerade hier macht sich die hohe Ausgangsleistung von bis zu 2.800 Watt bezahlt. Denn eine elektrische Kettensäge benötigt deutlich mehr Leistung als Smartphone, Laptop oder Kühlbox. Zusätzlich können Elektromotoren beim Anlaufen kurzfristig eine höhere Leistung abrufen.
Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, warum ich mich bei der P280 bewusst für eine große Powerstation entschieden habe: Sie liefert nicht nur Energie für typische Campinggeräte, sondern kann tatsächlich eine mobile 230-Volt-Steckdose für leistungsstärkere Werkzeuge ersetzen.
Natürlich wäre eine Akkukettensäge auch möglich, weil das Kabel ja zwischen Kettensäge und Powerstation nach wie vor bestehen bleibt, aber die Kettensäge war schon im Haushalt. Der entscheidende Unterschied ist, dass ich nicht mehr vom nächsten Stromanschluss am Haus abhängig bin. Die P280 nehme ich einfach mit dorthin, wo gesägt werden soll und habe sogar mehr Leistung und Kapazität als mit einer Akkukettensäge.
Gerade auf einem größeren Grundstück ist das ausgesprochen praktisch – und einer der Einsatzzwecke, bei denen die P280 ihre 2.800 Watt Leistung bei mir auch wirklich ausspielen kann.
AFERIY P280 beim Camping mit ID.Buzz und Familienzelt
Der wichtigste Einsatzbereich für die P280 ist bei uns allerdings das Camping mit dem ID.Buzz. Neben unserem Wohnmobil sind wir inzwischen auch mit einem großen Familienzelt unterwegs.
Und Camping mit einem Elektroauto und Zelt funktioniert natürlich etwas anders als mit einem vollständig ausgestatteten Wohnmobil. Im Wohnmobil habe ich eine fest verbaute Bordelektrik. Beim Zelten muss ich mir diese Infrastruktur selbst schaffen.
Hier wird die P280 für uns praktisch zur mobilen Stromzentrale.
Warum eine große Powerstation beim Zelten praktisch ist
Natürlich gibt es auf vielen Campingplätzen einen Landstromanschluss.
Dann könnte ich einfach ein Kabel legen. Aber nicht überall ist Strom inklusive. Manchmal liegt der Anschluss ungünstig und manchmal stehen wir auch dort, wo überhaupt kein Landstrom vorhanden ist. Eine große Powerstation macht uns davon wesentlich unabhängiger.
Und gerade in Verbindung mit einem Elektroauto gefällt mir das Konzept. Der ID.Buzz bringt uns ans Ziel. Die Powerstation versorgt anschließend unser Camping-Equipment.
Kompressorkühlbox mit der AFERIY P280 betreiben
Ein wichtiger Verbraucher beim Familiencamping ist unsere Kompressorkühlbox. Gerade mit Kindern haben wir natürlich Lebensmittel, Getränke und andere Dinge dabei, die zuverlässig gekühlt werden müssen.
Eine Kompressorkühlbox verbraucht dabei nicht permanent ihre maximale Leistung. Der Kompressor springt an, kühlt herunter und schaltet anschließend wieder ab.
Der tatsächliche Tagesverbrauch hängt deshalb von vielen Faktoren ab:
- Außentemperatur
- eingestellte Kühltemperatur
- Größe und Isolierung der Kühlbox
- Häufigkeit des Öffnens
- Temperatur der eingelagerten Lebensmittel
- Standort der Box
Meine Erfahrung ist bisher, dass die P280 Strom für ca. 4 Tage liefert und somit die Kompressorkühlbox unsere Lebensmittel sicher kühlen kann. Mit 2.048 Wh bietet mir die P280 genügend Reserve um auch bei höheren Außentemperaturen sicher zu kühlen.
E-Bike Akkus mit der AFERIY P280 laden
Noch interessanter wird es bei unseren E-Bikes. Ein moderner E-Bike-Akku kann schnell 500, 600 oder sogar 750 Wh Kapazität besitzen.
Möchte man davon mehrere laden, benötigt man entsprechend viel Energie.
Hier zeigt sich ziemlich schnell der Unterschied zwischen einer 500-Wh-Powerstation und einem Speicher mit über 2.048 Wh.
Ich kann die normalen Ladegeräte unserer E-Bikes direkt an die 230-Volt-Ausgänge der P280 anschließen.
Das finde ich besonders angenehm. Ich benötige keine speziellen Adapter oder exotische DC-Ladelösungen.
Einfach das Ladegerät verwenden, das ohnehin zum Fahrrad gehört.
Wie oft kann man einen E-Bike Akku mit 2.048 Wh laden?
Hier sollte man allerdings nicht den typischen Fehler machen und einfach Akkukapazität durch Akkukapazität teilen.
2.048 Wh Powerstation geteilt durch 500 Wh E-Bike-Akku wären theoretisch etwas mehr als vier vollständige Ladungen.
In der Realität entstehen aber Verluste. Der Wechselrichter der Powerstation arbeitet nicht mit 100 Prozent Wirkungsgrad und auch das Ladegerät des E-Bikes verursacht Verluste. Dazu kommen Eigenverbrauch und weitere Faktoren. Deshalb würde ich bei Powerstations grundsätzlich mit Reserve kalkulieren.
Unsere 625er Bosch Akkus kann ich ca. 3x aufladen und die AFERIY zeigt noch ca. 12% Restkapazität an.
Wie schnell lässt sich die AFERIY P280 wieder aufladen?
Bei einer Powerstation mit 2.048 Wh Kapazität ist für mich nicht nur entscheidend, wie lange sie meine Geräte versorgen kann. Mindestens genauso interessant ist die Frage, wie schnell die Energie anschließend wieder in den Akku kommt.
Und hier zeigt die P280 einen ziemlich großen Unterschied zwischen Steckdose, Auto und Solar.
P280 an 230 Volt laden
Am schnellsten geht es erwartungsgemäß an einer normalen Steckdose. Die P280 kann mit einer hohen AC-Eingangsleistung geladen werden. AFERIY nennt für die ersten 80 Prozent ungefähr 55 Minuten. Für eine vollständige Ladung sollte man mit etwa 1,5 Stunden rechnen. Das sind auch so grob meine Erfahrungen und ich finde idas angesichts der großen Kapazität ziemlich gut
Gerade beim Camping ist das praktisch: Wenn wir zwischendurch Zugang zu einer Steckdose haben, muss die P280 nicht einen halben Tag daran hängen. Ein relativ kurzer Zeitraum reicht bereits aus, um wieder eine große Menge Energie mitzunehmen.
P280 über die 12-V-Steckdose im Auto laden
Ganz anders sieht es an einer normalen 12-V-Steckdose im Fahrzeug aus.
Bei ungefähr 120 Watt Ladeleistung dauert eine vollständige Ladung rechnerisch beziehungsweise laut den verfügbaren Angaben etwa 17 bis 18 Stunden.
Das klingt zunächst ziemlich ernüchternd, ist aber letztendlich einfache Mathematik: Eine Powerstation mit über 2.000 Wh Kapazität trifft hier auf einen Anschluss, der nur einen Bruchteil der Ladeleistung einer Haushaltssteckdose bereitstellt.
Für meine Nutzung im Wohnmobil oder PKW bedeutet das:
Über 12 Volt würde ich die P280 während der Fahrt eher nachladen als vollständig aufladen.
Bei einer beispielsweise vierstündigen Fahrt kommt trotzdem wieder einiges an Energie im Akku an. Man darf nur nicht erwarten, am Ziel mit einer komplett geladenen P280 anzukommen, wenn sie vorher nahezu leer war.
Gerade bei einer großen Powerstation ist das ein Punkt, den man vor dem Kauf berücksichtigen sollte.
P280 mit Solar laden
Spannender finde ich beim Camping die Kombination mit Solarmodulen.
Die P280 unterstützt eine hohe Solar-Eingangsleistung. Wie schnell sie tatsächlich voll wird, hängt allerdings davon ab, welche Solarmodule angeschlossen werden.
Mit einem 500-W-Solarpanel werden unter optimalen Bedingungen ungefähr 4,5 Stunden für eine vollständige Ladung angegeben.
Die P280 kann jedoch eine deutlich höhere Solarleistung aufnehmen. Wer entsprechend viel Solarfläche zur Verfügung hat, kann die Ladezeit theoretisch weiter verkürzen.
In der Praxis würde ich Solarzeiten allerdings nie auf die Minute genau planen.
Ein Solarmodul mit 500 Watt Nennleistung liefert beim Camping nicht automatisch fünf Stunden lang konstant 500 Watt. Sonnenstand, Bewölkung, Temperatur, Ausrichtung und selbst eine kleine Verschattung können den Ertrag deutlich reduzieren.
Für mich ist Solar deshalb weniger:
„In exakt 4,5 Stunden ist meine Powerstation wieder voll.“
Sondern vielmehr die Möglichkeit, während des Campingtages kontinuierlich Energie zurückzugewinnen.
Gerade wenn gleichzeitig eine Kompressorkühlbox läuft, kann Solar einen Teil des täglichen Verbrauchs direkt wieder ausgleichen.
Meine Ladezeiten der P280 im Überblick
| Ladeart | Ungefähre Ladezeit |
|---|---|
| 230-V-Steckdose | ca. 1,5 Stunden |
| 230 V bis 80 % | ca. 55 Minuten |
| 12 V im Auto / ca. 120 W | ca. 17–18 Stunden |
| Solar mit 500 W | ca. 4,5 Stunden* |
* unter optimalen Bedingungen
Für mich zeigt sich hier ziemlich deutlich: Zu Hause oder auf dem Campingplatz ist die 230-V-Ladung der komfortabelste Weg. Solar ist beim autarken Camping eine interessante Ergänzung. Die klassische 12-V-Steckdose sehe ich bei einer 2-kWh-Powerstation dagegen eher zum kurzen Nachladen während der Fahrt statt Vollladung.
Was mir an der AFERIY P280 besonders gefällt
Nach meiner bisherigen Nutzung sind es vor allem vier Dinge.
1. Hohe Leistung
2.800 Watt bedeuten, dass ich bei meinen üblichen Geräten kaum über die maximale Leistung nachdenken muss.
2. Große Kapazität
2.048 Wh sind beim Camping eine ganz andere Liga als 300 Wh oder 500 Wh.
3. LiFePO4-Akku
AFERIY setzt auf LiFePO4-Akkuzellen. Diese Akkutechnologie ist für Powerstations meiner Meinung nach inzwischen besonders interessant, weil sie auf eine hohe Zahl von Ladezyklen ausgelegt ist. Bei der P280 sind es rund 4.000 Vollladezyklen.
4. Vielseitigkeit
Camping, E-Bike, Garten, Auto – genau diese Vielseitigkeit rechtfertigt für mich eine Powerstation dieser Größe.
Der größte Nachteil der P280: Sie ist groß
Man kann über die P280 viel Positives schreiben. Einen Punkt kann man aber nicht wegdiskutieren:
Das Ding wiegt über 20 Kilogramm. Das ist kein Gerät, das ich morgens vorsichtshalber in den Rucksack werfe.
Wenn die P280 mitkommt, dann bewusst. Beim Camping stört mich das wenig. Dort steht sie ohnehin mehrere Tage im Zelt oder Fahrzeug. Auch im Garten ist das kein großes Problem.
Wer seine Powerstation aber ständig mehrere Stockwerke hochtragen oder täglich aus dem Auto nehmen möchte, sollte sich überlegen, ob eine kleinere Powerstation nicht sinnvoller wäre.
Und damit kommen wir zur P010.
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Website: AFERIY P280 Powerstation
AFERIY P010 Erfahrungen: Für mich der Allrounder
Die AFERIY P010 besitzt 512 Wh Kapazität und liefert bis zu 800 Watt AC-Leistung. Der Anlaufstrom beträgt hier sogar 1.600 Watt, den die P010 kurzfristig liefern kann.
Auf dem Papier ist sie damit wesentlich schwächer als die P280. In meinem Alltag ist sie trotzdem teilweise die praktischere Powerstation. Warum? Weil ich sie wesentlich leichter mitnehmen kann.
512 Wh sind für viele Anwendungen erstaunlich viel
Bei Powerstations kann man sich schnell von großen Zahlen beeindrucken lassen.
2.048 Wh, 3.000 Wh, 5.000 Wh. Aber braucht man das wirklich?
Wenn ich einen Laptop, Kameraakkus und mein Smartphone laden möchte, sind 512 Wh bereits eine ganze Menge Energie.
Und genau für diese Anwendungen verwende ich die P010 hauptsächlich.
P010 für Kameraequipment und Content Creation
Als Content Creator habe ich unterwegs erstaunlich viele Akkus dabei.
Je nach Tour können das sein:
- Kamera
- zusätzliche Kameraakkus
- Actioncam
- Mikrofone
- Smartphone
- Tablet
- Laptop
- weiteres Zubehör
Irgendwann möchte alles geladen werden. Besonders auf längeren Touren kann das nervig werden. Dann stecken im Hotel plötzlich Ladegeräte in jeder Steckdose. Oder ich sitze irgendwo im Auto oder Wohnmobil und überlege, welcher Akku als Nächstes geladen werden muss. Die P010 vereinfacht das für mich. Sie wird zu meiner kleinen mobilen Ladezentrale.
Laptop unterwegs laden
Auch mein MacBook lade ich regelmäßig mit der P010. Gerade bei längeren Touren bearbeite ich unterwegs Bilder, sichere Videomaterial oder erledige Büroarbeit. Dabei kann ein Laptop-Akku erstaunlich schnell leer werden.
Natürlich könnte ich dafür ebenfalls die P280 verwenden. Aber genau hier kommt wieder das Thema Mobilität ins Spiel. Für einen Laptop brauche ich keine 2.800 Watt Leistung. Deshalb ist die P010 für diesen Zweck für mich wesentlich angenehmer.
E-Bike Akku mit der P010 laden – geht das?
Ja. Ich nutze auch die P010 zum Laden beziehungsweise Nachladen von E-Bike-Akkus.
Man muss allerdings realistisch bleiben. Eine Powerstation mit 512 Wh Kapazität wird keinen 625er oder 750er E-Bike-Akku vollständig aus dem Nichts auf 100 Prozent laden können. Schon gar nicht unter Berücksichtigung der Ladeverluste.
Aber häufig brauche ich überhaupt keine vollständige Ladung. Wenn ich unterwegs beispielsweise noch etwas zusätzliche Reichweite benötige, kann bereits eine Teilnachladung sinnvoll sein. Für genau solche Situationen funktioniert die P010 gut.
Möchte ich dagegen mehrere Tage mit dem Camper autark stehen und meine E-Bike-Akkus vollständig laden, nehme ich die P280 mit auf Reise, denn in unserem Wohnmobil habe ich keinen Wechselrichter verbaut – uns reichen je nach Tour die kleine P010 oder die P280 zusammen waren die tatsächlich auch günstiger als eine Wechselrichter im Wohnmobil inkl. Netzvorangschaltung usw. zu verbauen.
AFERIY P010 aufladen: Hier gefällt mir die kleinere Kapazität
Bei der P010 zeigt sich ein Vorteil, über den bei Powerstations meiner Meinung nach viel zu selten gesprochen wird.
Eine kleinere Powerstation hat zwar weniger Energiereserve – sie ist dafür unterwegs auch wesentlich einfacher wieder vollzubekommen.
Mit ihren 512 Wh besitzt die P010 nur ein Viertel der Kapazität der P280. Für meine Nutzung mit Kameraequipment, Laptop oder zum Nachladen eines E-Bike-Akkus ist das häufig vollkommen ausreichend.
Und beim Laden unterwegs wird genau diese geringere Kapazität plötzlich zum Vorteil.
P010 an der 230-V-Steckdose laden
An einer normalen Steckdose benötigt die P010 ungefähr 1,5 Stunden für eine vollständige Ladung.
Interessanterweise ist die absolute Ladezeit damit gar nicht so viel kürzer als bei der wesentlich größeren P280. Der Grund liegt in der entsprechend niedrigeren maximalen Ladeleistung. Für mich ist das trotzdem vollkommen ausreichend.
Wenn ich beispielsweise im Hotel ankomme, die P010 anschließe und anschließend essen gehe, ist die Powerstation danach praktisch wieder einsatzbereit. Auch bei einem Zwischenstopp auf einem Campingplatz sind 1,5 Stunden gut überschaubar.
P010 im Auto an 12 Volt laden
Noch interessanter finde ich die P010 allerdings im Fahrzeug. Über einen 12-V-Anschluss mit ungefähr 120 Watt werden rund 5 Stunden für eine vollständige Ladung angegeben. Und das ist ein gewaltiger Unterschied zur P280.
Fünf Stunden Fahrzeit kommen auf einer längeren Reise durchaus zusammen. Damit lässt sich die P010 während eines längeren Fahrtages tatsächlich wieder weitgehend oder sogar vollständig aufladen. Genau deshalb finde ich diese Powerstation-Größe als Reisebegleiter so interessant. Bei der P280 sind 120 Watt eher ein permanentes Nachladen. Bei der P010 können 120 Watt dagegen bereits eine ernstzunehmende Lademöglichkeit sein.
P010 mit Solar laden
Auch Solar passt meiner Meinung nach sehr gut zur Größenklasse der P010. Mit einem 200-W-Solarpanel nennt AFERIY ungefähr 3 bis 3,5 Stunden Ladezeit unter optimalen Bedingungen.
Auch hier gilt natürlich: 200 Watt auf dem Solarpanel bedeuten nicht, dass tatsächlich permanent 200 Watt im Akku landen.
In der Mittagssonne mit optimal ausgerichtetem Panel kann man der Nennleistung relativ nahekommen. Morgens, abends, bei Wolken oder ungünstiger Ausrichtung sieht das völlig anders aus.
Trotzdem finde ich die Kombination aus 512-Wh-Powerstation und 200-W-Solarpanel beim Camping ziemlich interessant. Das Verhältnis aus Akkukapazität und möglicher Solarleistung passt einfach gut zusammen.
Meine Ladezeiten der P010 im Überblick
| Ladeart | Ungefähre Ladezeit |
|---|---|
| 230-V-Steckdose | ca. 1,5 Stunden |
| 12 V im Auto / ca. 120 W | ca. 5 Stunden |
| Solar mit 200 W | ca. 3–3,5 Stunden* |
* unter optimalen Bedingungen
Für einen Roadtrip würde ich deshalb sogar sagen, dass die P010 in einem Punkt praktischer sein kann als die P280: Sie lässt sich während der Reise wesentlich einfacher wieder mit Energie füllen.
Wer nicht mehrere Tage eine Kühlbox oder andere große Verbraucher versorgen möchte, braucht vielleicht gar keine 2.048 Wh.
Warum die P010 für viele vermutlich sinnvoller ist
Wer mich fragt, welche der drei Powerstations für einen durchschnittlichen Nutzer am interessantesten ist, würde von mir vermutlich die Antwort bekommen: P010.
Nicht weil sie technisch am beeindruckendsten ist. Sondern weil sie einen ziemlich guten Mittelweg bietet. 512 Wh reichen für viele typische Anwendungen. 800 Watt ermöglichen bereits den Betrieb verschiedener 230-V-Geräte.
Gleichzeitig bleibt die Powerstation noch transportabel.
Für Laptop, Kamera, Drohne, Smartphone, Tablet, Beleuchtung oder kleinere Campingverbraucher braucht man häufig gar keine 2-kWh-Powerstation.
Selbst kleine 230 V Geräte, wie Mini-Kaffeepadmaschinen, Stabmixer oder Wasserkocher kann ich damit auf Reise betreiben, wenn ich das möchte.
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Website: AFERIY P010 POWERSTATION
AFERIY Nano100 Erfahrungen: Powerstation oder große Powerbank?
Bei der AFERIY Nano100 wird die Abgrenzung etwas schwieriger. Ist das schon eine Powerstation? Oder doch eher eine sehr große Powerbank? Mir ist die Bezeichnung ehrlich gesagt ziemlich egal. Entscheidend ist, was sie für mich macht.
Mit 99,2 Wh Kapazität und bis zu 100 Watt Leistung ist die Nano100 klar für mobile Elektronik gedacht. Und genau dafür nutze ich sie.
Nano100 im Hotel
Wenn ich beruflich unterwegs bin und im Hotel schlafe, brauche ich normalerweise keine klassische Powerstation. Aber ich habe häufig mehrere Geräte dabei.
- Smartphone.
- Tablet.
- Kamera.
- Vielleicht noch weiteres Zubehör.
Dann finde ich eine größere Energiereserve durchaus angenehm. Die Nano100 ist klein genug, dass ich sie einfach mit ins Gepäck packe. Genau hier spielt sie ihre Stärke aus.
Nano100 beim Dachzelt-Camping
Noch besser gefällt mir die Nano100 im Dachzelt bzw im Aufstelldach. Ich habe keine Lust, eine große Powerstation ins Dachzelt zu schleppen. Trotzdem möchte ich nachts mein Smartphone laden oder die LED-Beleuchtung im Aufstelldach oder Dachzelt betreiben. Vielleicht muss zusätzlich noch ein Kameraakku geladen werden.
Dann nehme ich einfach die Nano100 mit nach oben. Die größere Stromversorgung kann unten bleiben. Für mich ist das ein perfektes Beispiel dafür, warum ich inzwischen verschiedene Powerstation-Größen bevorzuge.
Das integrierte USB-C-Kabel gefällt mir
Ein kleines Detail, das ich im Alltag sehr angenehm finde, ist das integrierte USB-C-Kabel. Wer viel Technik unterwegs nutzt, kennt wahrscheinlich diese eine Tasche. Die Tasche mit den Kabeln und Adaptern. Da das USB-C-Kabel gleich mit praktischem automatischen Aufroller im Gehäuse der NANO100 integriert ist, muss ich auch an weniger Kabel denken.
Im Alltag sind es häufig genau solche Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, welches Gerät man tatsächlich gerne verwendet.
AFERIY Nano100 aufladen: USB-C statt klassischem 230-V-Anschluss
Bei der Nano100 müssen wir beim Thema Ladezeit etwas umdenken. Denn aufgrund ihrer Größe wird sie nicht wie P280 und P010 über einen klassischen AC-Netzeingang geladen. Stattdessen erfolgt die Stromversorgung über USB-C.
Für meinen Einsatzzweck finde ich das sogar praktischer. Schließlich nehme ich die Nano100 hauptsächlich im Hotel, Dachzelt oder auf Reisen mit. Und dort habe ich ohnehin USB-C-Netzteile dabei.
Nano100 an der Steckdose laden
Mit einem entsprechend leistungsfähigen USB-C-Netzteil benötigt die Nano100 ungefähr 1,5 Stunden, um wieder vollständig geladen zu werden.
Wichtig: Die Nano100 wird nicht direkt „mit 230 Volt“ geladen, sondern über ein USB-C-Netzteil an der 230-V-Steckdose.
Für mich ist das sogar ein Vorteil. Ich muss kein spezielles Netzteil ausschließlich für die Powerstation mitnehmen, sondern kann ein leistungsfähiges USB-C-Ladegerät verwenden, das ich ohnehin für andere Geräte dabeihabe.
Gerade auf Reisen versuche ich inzwischen, möglichst viele Geräte über USB-C zu laden. Weniger unterschiedliche Netzteile und Kabel bedeuten am Ende auch weniger Zeug im Gepäck.
Nano100 im Auto laden
Auch im Auto kann die Nano100 über USB-C beziehungsweise einen entsprechenden 12-V-USB-C-Adapter geladen werden.
Dabei sind laut Spezifikation bis zu 60 Watt Eingangsleistung möglich.
AFERIY nennt meines Wissens keine eindeutige offizielle 0-bis-100-Prozent-Ladezeit speziell für diesen Anwendungsfall. Rein rechnerisch liegt man bei 99,2 Wh Kapazität und 60 Watt Eingangsleistung im Bereich von ungefähr zwei Stunden – Verluste und die zum Ladeende sinkende Leistung berücksichtigt.
Ich würde deshalb nicht versprechen: „Nach exakt zwei Stunden Fahrt ist sie voll.“
Aber die Größenordnung zeigt bereits den entscheidenden Vorteil. Im Gegensatz zur P280 ist die Nano100 während einer normalen Autofahrt relativ problemlos wieder aufzuladen.
Für meinen Einsatzzweck passt das perfekt. Ich kann sie beispielsweise nachts im Dachzelt zum Laden meines Smartphones verwenden und am nächsten Tag während der Fahrt wieder aufladen.
Nano100 mit Solar laden
Und tatsächlich kann sogar die kleine Nano100 mit Solar geladen werden. Sie unterstützt eine Solar-Eingangsleistung von bis zu 100 Watt. Unter guten Bedingungen gibt AFERIY eine Ladezeit von ungefähr zwei Stunden an.
Das finde ich bei einer Powerstation dieser Größe durchaus spannend. Natürlich würde ich für einen Hotelaufenthalt kein 100-Watt-Solarpanel mitschleppen.
Beim Dachzelt-Camping oder einem längeren Aufenthalt an einem Ort kann das aber durchaus interessant sein. Ein kompaktes faltbares Solarmodul draußen aufstellen, Nano100 anschließen und Smartphone sowie Kamera anschließend mit Sonnenenergie laden – genau für solche kleinen autarken Setups finde ich das Konzept charmant.
Meine Ladezeiten der Nano100 im Überblick
| Ladeart | Ungefähre Ladezeit |
|---|---|
| USB-C-Netzteil an 230 V | ca. 1,5 Stunden |
| Auto über USB-C / bis 60 W | etwa 2 Stunden als realistische Größenordnung¹ |
| Solar bis 100 W | ca. 2 Stunden* |
¹ keine von mir verifizierte offizielle 0–100-%-Herstellerzeit; abhängig von Adapter und tatsächlich erreichter Ladeleistung
* unter optimalen Bedingungen
Gerade bei der Nano100 zeigt sich für mich noch einmal, warum kleiner nicht automatisch schlechter bedeutet.
Eine P280 speichert rund zwanzigmal so viel Energie. Aber wenn ich im Dachzelt lediglich Smartphone und Kamera laden möchte, bringt mir diese zusätzliche Kapazität wenig.
Die Nano100 ist dagegen schnell wieder geladen und kann am nächsten Tag erneut mitkommen.
WICHTIG:
Auch für die NANO100 ist der Code CFWILDLIFE bei AFERIY gültig und du erhältst 10€ Rabatt!
Website: AFERIY NANO100 POWERSTATION
Welche AFERIY Powerstation brauche ich?
Nach meiner Erfahrung kann man die Entscheidung relativ einfach treffen.
Du möchtest hauptsächlich Smartphone und Kamera laden?
Dann ist eine Nano100 wahrscheinlich vollkommen ausreichend.
Ideal für:
- Smartphone
- Tablet
- Kamera
- Actioncam
- kleinere USB-Geräte
- Hotel
- Dachzelt
- Tagesausflug
Du möchtest Laptop und größere Elektronik laden?
Dann würde ich eher zur P010 greifen.
Ideal für:
- Laptop
- Kameraequipment
- Drohne
- Smartphone
- Tablet
- kleinere Campingverbraucher
- E-Bike nachladen
Du möchtest wirklich autark Strom nutzen?
Dann wird die P280 interessant.
Ideal für:
- Familiencamping
- Kompressorkühlbox
- mehrere E-Bike-Ladungen
- Elektrowerkzeuge
- Staubsauger
- größere 230-V-Verbraucher
- längere Aufenthalte ohne Steckdose
Mein Fazit nach meinen AFERIY Powerstation Erfahrungen
Nach meiner bisherigen Nutzung bin ich mit meinen drei AFERIY Powerstations zufrieden.
Und nein – das bedeutet nicht, dass AFERIY perfekte Powerstations baut.
Vor allem die Größe und das Gewicht der P280 sollte man nicht unterschätzen. Auch Kritik anderer Nutzer an App, Geräuschen oder bestimmten Ladesituationen möchte ich nicht verschweigen.
Bei meinen eigenen Geräten sind diese Punkte bislang allerdings nicht aufgetreten.
Viel wichtiger ist für mich etwas anderes:
Alle drei Powerstations haben bei mir inzwischen einen klar definierten Einsatzzweck.
Die P280 kommt mit, wenn wir mit dem ID.Buzz und Zelt campen, eine Kompressorkühlbox versorgen, E-Bike-Akkus laden oder zu Hause leistungsstärkere Geräte unabhängig von einer Steckdose betreiben möchten. Selbst als USV habe ich die P280 schon genutzt als sich bei uns in der Straße Baggerarbeiten angekündigt hatten.
Die P010 nehme ich, wenn ich weniger Energie benötige und dafür deutlich mobiler sein möchte. Kameraequipment, Laptop und Smartphone sind ihre typischen Aufgaben.
Und die Nano100 landet im Gepäck, wenn ich im Hotel oder Dachzelt schlafe und einfach eine kompakte Energiereserve für Smartphone, Tablet und Kamera benötige.
Wenn ich aus meinen bisherigen Erfahrungen einen einzigen Tipp für den Kauf einer Powerstation ableiten müsste, wäre es deshalb dieser:
Kauft nicht möglichst viele Wattstunden. Kauft die Wattstunden, die ihr tatsächlich benötigt.
Eine riesige Powerstation bringt euch wenig, wenn sie aufgrund ihres Gewichts irgendwann nur noch zu Hause steht.
Umgekehrt macht eine extrem kompakte Powerstation wenig Freude, wenn beim Camping ständig der Akku leer ist.
Für mich funktioniert deshalb die Abstufung aus Nano100, P010 und P280 erstaunlich gut.
Ob AFERIY langfristig auch bei Service, Software und Ersatzteilversorgung überzeugen kann, wird sich über die kommenden Jahre zeigen müssen. Bis jetzt, August 2026 habe ich die P010 und die NANO100 ca. 1 Jahr in Benutzung und die P280 ca. 9 Monate.
Bei der wichtigsten Disziplin kann ich nach meinen bisherigen Erfahrungen allerdings wenig kritisieren:
Meine drei Powerstations tun bisher zuverlässig genau das, wofür ich sie gekauft habe.
Und am Ende ist mir das bei einer Powerstation wichtiger als jede App und jedes Datenblatt.
FAQ: Häufige Fragen zu AFERIY Powerstations
Ist AFERIY eine gute Powerstation-Marke?
Meine Erfahrungen mit der AFERIY P280, P010 und Nano100 sind bislang positiv. Alle drei Geräte funktionieren bei meinen Anwendungen zuverlässig. AFERIY ist im Vergleich zu Marken wie EcoFlow, Bluetti, Jackery oder Anker allerdings bisher weniger etabliert, obwohl die Firma jetzt schon 11 Jahre existiert. Wie gut langfristiger Service und Software-Support funktionieren, muss sich deshalb meiner Meinung nach noch zeigen.
Welche AFERIY Powerstation ist die beste?
Das hängt vom Einsatzzweck ab. Für Camping und leistungsstarke Verbraucher würde ich aus meinen drei Modellen die P280 wählen. Die P010 ist für mich der beste Allrounder. Für Hotel, Dachzelt und leichtes Reisegepäck bevorzuge ich die Nano100.
Welche Powerstation eignet sich für eine Kompressorkühlbox?
Für unsere Kompressorkühlbox beim Camping nutze ich die AFERIY P280. Die große Kapazität von 2.048 Wh gibt mir genügend Reserve für mehrere Tage Camping. Die tatsächliche Laufzeit hängt allerdings stark von der jeweiligen Kühlbox und den Umgebungsbedingungen ab.
Kann ich mit der AFERIY P280 einen E-Bike-Akku laden?
Ja. Ich lade unsere E-Bike-Akkus über die normalen 230-Volt-Ladegeräte an der P280. Aufgrund ihrer hohen Kapazität eignet sie sich dafür wesentlich besser als kleine Powerstations.
Kann die P010 einen E-Bike-Akku laden?
Grundsätzlich ja. Ich verwende sie ebenfalls dafür. Aufgrund der 512 Wh Kapazität sollte man allerdings keine Wunder erwarten. Für Teil- beziehungsweise Nachladungen finde ich sie praktisch. Für mehrere vollständige E-Bike-Ladungen würde ich zur P280 greifen.
Welche Powerstation eignet sich für Laptop und Kamera?
Dafür nutze ich hauptsächlich die AFERIY P010. Sie bietet für meinen Bedarf einen guten Kompromiss aus Kapazität, Leistung und Mobilität.
Ist die Nano100 eine richtige Powerstation?
Mit 99,2 Wh Kapazität bewegt sie sich für mich irgendwo zwischen großer Powerbank und kleiner Powerstation. Die genaue Bezeichnung ist für meine Nutzung aber zweitrangig. Für Smartphone, Tablet und Kameraequipment ist sie ausgesprochen praktisch.
Welche Powerstation eignet sich fürs Dachzelt?
Im Dachzelt bevorzuge ich die Nano100. Sie ist wesentlich leichter als eine klassische Powerstation und reicht für Smartphone und Kameraequipment aus. Größere Powerstations lasse ich lieber unten im Fahrzeug.
Welche Powerstation eignet sich für Camping mit dem VW Bus?
Für unser Familiencamping mit Zelt und ID.Buzz nutze ich hauptsächlich die P280. Gerade wenn eine Kompressorkühlbox und zusätzlich E-Bike-Akkus oder andere Verbraucher versorgt werden sollen, finde ich die große Kapazität angenehm.
Brauche ich beim Camping wirklich 2.000 Wh?
Nicht unbedingt. Wer nur Smartphone, Kamera und Laptop lädt, kommt mit deutlich weniger Kapazität aus. Eine Powerstation um 2.000 Wh wird meiner Meinung nach dann interessant, wenn Verbraucher wie eine Kompressorkühlbox über längere Zeit betrieben werden oder E-Bike-Akkus und mehrere andere Geräte hinzukommen.
Kann ich einen normalen Staubsauger an einer Powerstation betreiben?
Das hängt von der Leistungsaufnahme des Staubsaugers und der maximalen AC-Leistung der Powerstation ab. Ich nutze einen normalen Staubsauger an meiner P280, die bis zu 2.800 Watt AC-Leistung bereitstellt.
Worauf sollte ich beim Kauf einer Powerstation achten?
Für mich sind vor allem Akkukapazität, maximale Ausgangsleistung, Akkutechnologie, Anschlüsse, Ladegeschwindigkeit und Gewicht wichtig. Vor allem das Gewicht wird meiner Meinung nach häufig unterschätzt. Die beste Powerstation bringt wenig, wenn man sie aufgrund ihrer Größe irgendwann nicht mehr mitnehmen möchte.
Ist eine LiFePO4-Powerstation besser?
Für meinen Anwendungsfall bevorzuge ich LiFePO4. Diese Akkutechnologie ermöglicht eine hohe Zahl an Ladezyklen und ist deshalb besonders für Geräte interessant, die viele Jahre genutzt werden sollen. Gerade bei einer größeren und entsprechend teureren Powerstation ist das für mich ein wichtiges Kaufkriterium.
Kann eine Powerstation die Bordelektrik beim Wohnmobil-Camping ersetzen?
Genau dafür nutze ich meine P280 teilweise. Natürlich ersetzt sie keine komplette Wohnmobil-Elektroinstallation. Beim Camping ermöglicht sie uns aber eine unabhängige Stromversorgung für Ladegeräte, E-Bikes und weitere elektrische Geräte.
Würde ich wieder eine AFERIY Powerstation kaufen?
Nach meinen bisherigen Erfahrungen: ja.
Ich würde die Entscheidung allerdings nicht nur von der Marke abhängig machen, sondern wieder zuerst überlegen, welche Kapazität und Leistung ich tatsächlich benötige.
Denn meine wichtigste Erkenntnis aus der Nutzung von P280, P010 und Nano100 lautet:
Die beste Powerstation ist die, die man aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts auch wirklich mitnimmt.
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